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Kurzer geschichtlicher
Rückblick
Das offizielle Bemühen, eine
Dokumentation über die Wiener Straßenbahn zu schaffen war in den ersten 100
Jahren ihrer Geschichte so gut wie nicht vorhanden. Was in den dreißiger
Jahren durch rücksichtslose Verschrottung verloren gegangen ist, lässt sich
durch politische und wirtschaftliche Umstände erklären. Leider blieb dadurch
zum Beispiel kein einziger der allerersten Wiener Straßenbahnwagen der Type
A - Baujahr 1897, oder einer der interessanten 4-achsigen Stocktriebwagen
der Type F erhalten. Aber, wie gesagt, da war eben an musealen Luxus nicht
zu denken.
Jedoch muss
die Geschichte im Jahre 2001 – zum 35 Jahr-Jubiläum der Sammlung
„Wiener
Tramwaymuseum” doch ein wenig korrigiert werden. Es gibt sie doch wieder –
die erste Wiener elektrischen Triebwagentype A. Im Jahre 1998 wurde ein
Fahrgestell der Type A aufgefunden und durch die osteuropäische
Vertragswerkstätte der „MT Eisenbahnbedarf HandelsgmbH“ Mariazell
(Geschäftsführer: Alfred Fleissner) rekonstruiert. Und so ist
sie wieder erstanden: die erste Wiener "Elektrische" Garnitur. Der
Triebwagen Type A Nummer 7m und der für den elektrischen Betrieb adaptierte
ehemalige Pferdebahnwagen der Type q BBG-Nummer 1020 (gebaut
1884 in Simmering als Pferdebahnwagen
der WT Nr. 623 - BBG Type q Nr. 1020 - WStB Nr. 1446),
welcher aus einer aufgefundenen Bauhütte rekonstruiert wurde.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg hat
der schwierige Wiederaufbau die Begeisterung für die Vergangenheit zweifellos gedämpft,
jedoch waren noch unglaublich viele Fahrzeuge aus der Frühzeit der Tramway erhalten
geblieben und teilweise, aus Mangel an Neubaufahrzeugen, sogar noch im täglichen Einsatz.
Doch wurden, nach Lieferung von neuen Wagen, diese historischen Fahrzeuge in relativ
kurzer Zeit erbarmungslos verschrottet. Nur noch Fotos zeigen heute, was damals und
auch noch später aus Gedankenlosigkeit oder durch Bestimmungen desinteressierter Beamter
unwiederbringlich verloren gegangen ist.
Das erste Mal wurde die Öffentlichkeit
mit der Geschichte der Wiener Straßenbahn bei der Abschiedsfahrt der Linie 13 vom
Südbahnhof zur Alser Straße am 1. Juli 1961 konfrontiert. Obwohl damit "ein
gewaltiger Schritt in eine neue, moderne Zeit" (Presse-Zitat) mit Doppeldeckerbussen
gefeiert werden sollte, war der wirkliche Publikumserfolg der Blick in die Vergangenheit:
ein Festzug bestehend aus der Krauß'schen Dampftramwaylokomotive Nr. 11 (zuletzt Werkslok
der Schleppbahn Liesing, welche mit Hilfe des Österreichischen Eisenbahnmuseums - damals
eine Dienststelle der Österreichischen Bundesbahnen - gerettet werden konnte) und dem
ehemaligen Pferdebahnwagen s2 1504 - grün lackiert und mit der Originalnummer
340 bezeichnet, gefolgt vom ehemaligen Salontriebwagen 2003 mit dem Beiwagen 3594.

Trotz dem, von der
Bevölkerung offen gezeigten Interesse an ihrer "Tramway", war an die Schaffung
eines Wiener Straßenbahnmuseums und dem planmäßigen Aufbau einer Dokumentation, wie von
Helmut Portele in seinem Arbeitsprogramm 1957 zur Erhaltung österreichischer
Schienenfahrzeuge veröffentlicht, nicht zu denken. Schließlich hatte man die
Straßenbahn zu dieser Zeit als zum alten Eisen gehörig abgeschrieben und es herrschte
ein eindeutiger Trend zur Eliminierung von allem, was nicht mehr modern war und nicht
unbedingt benötigt wurde.
Der Aufbau der Sammlung in den Jahren 1966
bis 1969
Im Jahre 1966 wurde
Ing. Helmut Portele - anlässlich seiner Organisationsarbeit für den ersten "Tag der
Stadtwerke" am 16. Juli 1966 - erstmals die Möglichkeit zur planmäßigen Sammlung
von Fahrzeugen und dazugehörigen Einrichtungen der Wiener Stadtwerke
- Verkehrsbetriebe
für das "Wiener Tramwaymuseum" (WTM) eröffnet. In den Jahren davor
konnten zwar der ehemalige Pferdebahnwagen s2 1504 und der G 777
erhalten werden, jedoch war damals - 1957 bzw. 1962 - an eine planmäßige Sammlung und damit die Grundlage
für ein die Entwicklung dokumentierendes Museum, nicht zu denken.
Dieses "Wiener Tramwaymuseum"
sollte, nach dem Wunsch des Initiators und Gründers Helmut Portele, als Institution der
Stadt Wien innerhalb der Wiener Verkehrsbetriebe von ihm als freier unbezahlter
Mitarbeiter geleitet und betreut werden. Und die Wiener Stadtwerke versprachen diese
Bestrebungen zu unterstützen, wenn dadurch für die Verkehrsbetriebe keine Personalkosten
entstehen würden.
Dass
es aber überhaupt soweit kam und
endlich, nach über 100 Jahren Wiener Straßenbahngeschichte, ernsthafte Gespräche über
eine Dokumentation geführt wurden, ist, wie oft im Leben, dem Zufall zu verdanken.
Dr. Harald Laa war damals als neuer
Referent für Presse und Public-Relation der Wiener Stadtwerke besonders bemüht das
Verhältnis zum Kunden zu verbessern und die Wiener Stadtwerke als "ihre"
Betriebe ins Bewusstsein
der Wiener Bevölkerung zu bringen. Daraus entstand die Idee einen "Tag
der Stadtwerke" zu veranstalten. Und Dr. Laa fragte auch Helmut Portele,
ob ihm dazu etwas einfallen würde. Dem fiel, seinen Interessen
entsprechend, nicht sehr viel Attraktives zu Gas- und E-Werk ein, wohl aber zu
den Verkehrsbetrieben.
Der erste „Tag der Stadtwerke“ am 16. Juli 1966

Ankunft der Pferde am - inzwischen
aufgelassenen - Betriebsbahnhof Vorgarten (oben links). Der als Pferdebahnwagen
Nr.340 adaptierte s2 Nr. 1504 gezogen vom M 4050 bei der Ausfahrt
aus "Vorgarten" zum Veranstaltungsort (oben rechts).

Der Pferdebahnwagen Nr. 340 von hinten gesehen.
Man beachte das montierte "Geschirr" für die beiden Pferde (oben
links).
Der adaptierte G4 345 - jetzt im Wiener
Straßenbahnmuseum zu besichtigen - vor dem Bahnhof Vorgarten (oben
rechts).

Der Pferdebahnwagen 340 am Praterstern. Davor
fährt bereits der G4 345 Richtung Ausstellungsstraße.

Die Fahrt vom Praterstern zum Veranstaltungsort
wurde von vielen Interessierten begleitet.

Knapp vor dem Start der
Wettfahrt zwischen Pferdebahn (2 PS) und Gelenktriebwagen (272 PS). Der Fahrer
des Gelenktriebwagen gibt der Pferdebahn eine Zuglänge Vorsprung. Die
Pferdebahn gewann - durch Abschalten des Fahrstroms ! (Foto oben links). Der
Triebwagen G4 Nr. 345 beim Publikumsfahren in der
"Lagerhaus-Schleife" (Messe-Schleife).
Mit einer "Wettfahrt"
zwischen
den mit Molkerei-Pferden bespannten Pferdebahnanhänger Nr.340 und dem damals modernsten
Gelenktriebwagen E 4458 und durch Publikumsfahrten - "einmal ein Tramwayfahrer
sein" - mit dem eigens dafür adaptierten G4 345 (mit Scherenstromabnehmer
SS53/58, Nockenfahrschalter für sitzenden Fahrer mit Sperre der Parallelstufen) war die
Veranstaltung ein voller Erfolg. Damit wurde der "Tag der Stadtwerke" auch zum
Vorgänger des späteren jährlichen "Wiener Tramwaytages".
Dr. Laa zeigte auch menschliche Größe
indem er die Mitarbeit von Helmut Portele nicht verheimlichte, sondern, ganz im Gegenteil,
diese hervorhob. Dadurch wurde diese Mitarbeit von Portele an der Öffentlichkeitsarbeit
der Wiener Stadtwerke auch zum Grundstein des "Wiener Tramwaymuseums" und zur
guten Zusammenarbeit mit den Wiener Verkehrsbetrieben.
Vorerst wurden, aufgrund der von Helmut
Portele erarbeiteten Liste der historisch wertvollen Wiener Straßenbahnfahrzeuge, eine
Reihe von Wagen nicht, wie vorgesehen, zur Verschrottung bestimmt, sondern in spezielle
Nummerngruppen im Hilfswagenstand vereinigt und als "Personenwagen für
Sonderfahrten" deklariert. Dies betraf die Triebwagen G2 2002, ex
Salonwagen G2 2003 und G3 2101, welche als GL 6301-6303
und die Beiwagen k1 3210, k2 3386, 3442, 3465, 3487, die als kp
7801-7805 ab 15.6.1966 bezeichnet wurden.
Dieser 15. Juni
1966, also der Tag an dem offiziell die ersten Wagen über Betreiben von
Helmut Portele gesichert wurden, ist auch das offizielle Gründungsdatum der
Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“ (WTM).
Andere sehr wichtige Wagen, welche damals
noch vorhanden waren, konnten, trotz allergrößten Bemühungen und auch Zusagen zur
Erhaltung, nicht gerettet werden. Dies trifft vor allem auf die ehemaligen
„Imperial“-Pferdebahnwagen der Type o Nr. 1360 und 1383 als Gerüstwagen gr1 7147 und 7155, und auf den Mitteleinstiegbeiwagen Type h Nr. 3006
(am Schrottplatz
Simmering als Garderobewagen), zu. Diese wurden allesamt „irrtümlich“
verschrottet.
Die Wagen Nr. 7147 (ex 1360) und
Mitteleinstiegbeiwagen Nr. 3006 im Jahre 1966 vor der Verschrottung.
Der Grund war rückblickend wahrscheinlich
das katastrophale Äußere der Wagen, welches die Verkehrsbetriebe abschreckten diese in
ihren Hallen abzustellen. Auch heute noch gilt bei „Nicht-Fachleuten“ nur die
Lackierung als Wertmesser für ein Fahrzeug.
Und der erste vierachsige Wiener
Großraumzug C 101 + c 1201 (zuletzt als 1501 bezeichnet) wurde, nachdem er fünfeinhalb
Jahre betriebsuntauglich abgestellt war, Ende 1968 verschrottet. Von einer musealen
Erhaltung wurde von offizieller Seite dringend abgeraten.
Doch das Verhältnis der offiziellen
Stellen zum Museumsgedanken hatte sich trotzdem grundlegend gewandelt. Als nach
Einstellung der Überland-Straßenbahnlinie 360 Rodaun - Mödling am
30.11.1967 Portele den Plan einer Museumsbahn auf dieser Strecke unterbreitete,
unterstützten die Wiener Verkehrsbetriebe diese Bestrebungen wirklich weitestgehend,
indem sie monatelang einen Abtragungsstopp verfügten, bis leider aus verschiedensten
Gründen, hauptsächlich wegen des Beharrens auf ein Straßenprojekt auf einem Teil der
360-Trasse im Gemeindegebiet von Perchtoldsdorf, dieses Vorhaben scheiterte. An den Wiener
Verkehrsbetrieben lag es aber keinesfalls.
Der große Durchbruch - auch in der
Öffentlichkeit - gelang (trotz dreijähriger Verspätung) durch den überragenden Erfolg
des Jubiläumsfestzuges und der Ausstellung „100 Jahre Wiener Tramway“ am 11.
Mai 1968.

"100 Jahre Wiener Tramway" am 11. Mai
1968: So viele Menschen hatte die Mariahilfer Straße kaum noch gesehen.
Für diesen Festzug, der die Entwicklung
der Wiener Tramway von der Pferdebahn zum Gelenkzug anschaulich zeigte, wurden folgende
Straßenbahnfahrzeuge als Meilensteine der Tramwaygeschichte adaptiert: der
Pferdebahnwagen 340, die Dampftramwaylok 11 mit dem Dampftramwayanhänger 72 im
Original-Außenlack, der älteste betriebsfähige Triebwagen Baujahr 1900, der berühmten,
520 Stück zählenden Type G, Nr. 777 im Zustand von 1929, mit Beiwagen d2 5032
und der "Excursionswagen" 2101 mit Innenraum und Außenlack nahezu im
Originalzustand, mit k1 3210, adaptiert. Als Spitzenzug fuhr der
Heidelberger-Triebwagen A 25 (als erster Wiener Triebwagen mit Zweisichtdachsignal auch
zur Sammlung des WTM gehörend) an Bord mit Kapellmeister Prof. Norbert Pawlicki
(ein WTM-Mitarbeiter der ersten Stunde) und
seinen Solisten. Ebenfalls nahm der interessante Schienenstoßmesswagen SM
6115, als
Sonderpostamt in der Stiftsgasse verwendet, an der Veranstaltung teil.
Nach der erfolgreichen
„100
Jahr-Feier“ stand nun die Suche nach einer geeigneten Hinterstellungsmöglichkeit
für die Museumsfahrzeuge im Vordergrund, da die erhaltungswürdigen Fahrzeuge auf mehrere
Betriebsbahnhöfe verteilt waren.
Aus betrieblichen Gründen wurde
schließlich die Halle 4 des Betriebsbahnhofes Ottakring gewählt. Für die Wahl dieser
Halle war maßgebend, dass
die Halle wegen ihrer ungünstigen Einfahrt verstärkt nur zur
Abstellung von Reserven und betriebsuntauglichen Wagen verwendet wurde.
Dafür bot die Halle für die
Museumsfahrzeug-Hinterstellung und Erhaltung den unschätzbaren Vorteil, dass sie vom
übrigen Bahnhof praktisch vollkommen getrennt war und so die Möglichkeit eines
öffentlich zugänglichen Museums bot, ohne den laufenden Bahnhofsbetrieb zu
stören.
Die Jahre 1969 - 1972 beim
VEF
Helmut Portele war
damals Verbandssekretär des Verbandes der Eisenbahnfreunde (VEF). Er hatte nach dem Tod
des Gründers des Verbandes der Eisenbahnfreunde, Elfried Schmidt im Jahre 1956, den VEF
vor seiner Auflösung bewahrt, reorganisiert und neue Ziele definiert. Die Schwerpunkte
seines neuen
Arbeitsprogramms lagen im Aufbau einer Dokumentation des
österreichischen Eisenbahnwesens und im Betreiben einer aktiven
Verkehrspolitik mit Interessenvertretung der Fahrgäste.
Bereits 1957 hatte er eine Liste aller historisch und konstruktiv
wertvollen Schienenfahrzeuge erarbeitet, die auch Grundlage zur Erhaltung im
Rahmen des Österreichischen Eisenbahnmuseums wurde.
Er gründete nun
die Arbeitsgruppe VEF-Fahrzeugerhaltung, um alle in Österreich an
der Erhaltung historisch wertvoller Schienenfahrzeuge Interessierter -
also der Voll-, Lokal-, Straßenbahn-, Feld- und Industrie-Bahnen - in
einer großen Gemeinschaft zusammenzuschließen.
Schon im Jahre 1966, als Helmut Portele die Möglichkeit des
Aufbaues eines „Wiener Tramwaymuseums“ gegeben wurde, versuchte er den VEF
für eine Teilnahme an diesem Projekt zu begeistern, was aber von Seiten
des VEF strikt abgelehnt wurde, da auch ein finanzielles Risiko
ausgeschlossen werden müsse und Portele nachdrücklich jeder Hinweis auf
einen Zusammenhang mit dem VEF verboten wurde.
Obwohl von Seiten der Mehrheit des VEF-Vorstandes und
einiger seiner
Mitglieder, welche die Vereinsmeinung bestimmten, dem ganzen Komplex wenig Sympathie entgegengebracht wurde, war
es das Bestreben von Portele, die de facto von ihm privat
unternommenen und finanzierten Schritte in Richtung auf Sammlung
historischer Schienenfahrzeuge vor der Öffentlichkeit als Arbeitsgruppe
unter die Marke „VEF” zu stellen, um dem VEF Ansehen zu verschaffen.
Der VEF war nämlich durch das Verhalten einiger Mitglieder, speziell
bei dem Wiener Verkehrsbetrieben, alles andere als seriös eingestuft.
Dieses Bestreben wurde erstmals rechtlich
konkret, als aus dem Bemühen, Lokalbahnfahrzeuge des VEF (Preßburgerbahn-Triebwagen
Cmg 1607 und der Hofsalonwagen der Lokalbahn Wien-Baden WLB 200, welche
Portele beide vor der Verschrottung bewahrte, und der Triebwagen WLB 100) und
Fahrzeuge des Österreichischen Eisenbahnmuseums (GVB-Triebwagen Nr.22, DT Nr.11, DT
Nr.72, WT Nr. 340) „unter Dach“ zu bringen, 1969 ein Benützungsabkommen für
zwei Hallengleise im Betriebsbahnhof Ottakring resultierte, das Portele namens des VEF
abschloss. Ein Mietvertrag für weitere Hallengleise zur Abstellung von Straßenbahnwagen
der Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“ wurde in Hinblick auf die damals im Eigentum
der Wiener Verkehrsbetriebe verbliebenen historischen Wiener Wagen als entbehrlich
erachtet.
Doch dann erfuhr die offizielle
Einstellung zur Sammlung nach Antritt von Franz Nekula als
Amtsführender Stadtrat am 6. Juni 1969 eine Wandlung. Die Wiener
Stadtwerke entschieden
aus finanziellen und personellen Gründen die Sammlung komplett aus dem Besitzstand der
WStW-VB auszugliedern, da sich erwiesen hat, dass
die Sammlung durch Helmut Portele in einer
privaten Organisationsform besser zu führen und zu betreuen ist, ohne sich der Gefahr
einer Finanzierung auszusetzen.
Aufgrund eines Übereinkommens zwischen
den Wiener Verkehrsbetrieben und Ing. Portele wurden daher zwischen 23.1.1970 und
27.4.1971 von Ing. Portele namens der von ihm gegründeten Arbeitsgruppe
VEF-Fahrzeugerhaltung sieben Triebwagen und
elf Beiwagen für die Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“
gekauft.
Andererseits verhielt sich der VEF als
Ganzes der Sammlung gegenüber nach wie vor ablehnend, was in einer Ende 1971
vom VEF beschlossenen Auflösung der „VEF-Fahrzeugerhaltung Wiener
Tramwaymuseum“ und im Fehlen jeglicher finanzieller oder organisatorischer
Unterstützung zum Ausdruck kam.
Wiederum bedurfte es des
Einsatzes
privater Mittel von Helmut Portele sowie seiner persönlichen Arbeitsleistung und der
einer sehr kleinen Arbeitsgruppe, um den Bestand der Sammlung aufrechtzuerhalten.
Die
Arbeit
an kalten Winter- und heißen Sommertagen beim Abmontieren von Ersatzteilen am
Altlagerplatz Simmering, wohin die Fahrzeuge der Straßenbahn zur Verschrottung gebracht
wurden, zur Sicherung der Sammlung, kann nur der wirklich würdigen, welcher
sie einmal miterlebt hat. Aber nur so ist es zu danken, dass
heute genug Ersatzteile zur
Rekonstruktion, Reparatur und Sicherung der Substanz vorhanden sind.
Daneben wurde von Helmut Portele
seine gesamte private Sammlung
von Plänen und Zeichnungen, Schriften, Fotos, Filmen,
Plakaten, historischen Liniensignalen, Brustwandtafeln, Zielschildern, Routen- und
Zifferntafeln, Seitenwandtafeln, Hinweistaferln, Nummerntaferln, Fabriksschildern,
Stechschlüssel und Haltestellen-Emailtaferln ins Museum eingebracht.
Der Verein „Wiener
Tramwaymuseum“ (WTM)
Das Vorhaben die Sammlung in einem
eigenen Verein zu organisieren konkretisierte sich, als am 25. November 1972
nach sechsjähriger Aufbauarbeit die
ständige öffentliche Zugänglichkeit als "Wiener Tramwaymuseum" in der Halle 4 des
Betriebsbahnhofes
Ottakring hergestellt und die offizielle Eröffnung durch
Frau Vizebürgermeister und Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner vollzogen
wurde. Als Voraussetzung für eine Unterstützung des Museums durch öffentliche Stellen
wurde die rechtliche Grundlage als selbständiger Verein genannt.

Vorbereitungen zur öffentlich zugänglichen Ausstellung der Sammlung "Wiener
Tramwaymuseum" in Ottakring. Helmut Portele beim Platzieren der Wandtafeln
in der Ausstellungshalle, der Halle 4 des Betriebsbahnhofes Ottakring, in einer
der Nächte vor der Eröffnung.

Offizielle Eröffnung der Sammlung am 25.
November 1972 durch Vizebürgermeister Gertrude Fröhlich-Sandner (Bild links).
Der Gründer der Sammlung, Helmut Portele, führt die prominenten Gäste
durch das neu eröffnete Museum (Bild rechts)
Dadurch sollte eine strenge
Trennung zwischen dem Museumsbetrieb des "Wiener Tramwaymuseums", der
im öffentlichen Interesse ist und privaten Hobby-Interessenten
und anderen Vereinigungen getroffen werden, um die Erhaltung und Erweiterung und somit den
langfristigen Fortbestand der Sammlung zu sichern.
Die Sammlung wurde auch insoweit
"bereinigt", als die sogenannten "Fremdfahrzeuge" (Preßburgerbahn,
Badnerbahn und Grazer Wagen) aus dem Wiener Tramwaymuseum (im Bahnhof Ottakring) genommen
wurden.
Obwohl seit
1966 nur die zwar offizielle, aber private, Sammlung "Wiener
Tramwaymuseum" als Institution in Zusammenarbeit mit den Wiener Stadtwerken
bestand und es noch keinen
eigenen Rechtsträger als Verein gab,
bekundeten die Wiener Stadtwerke -Verkehrsbetriebe in einer Direktionsverfügung ihre Absicht, am
Ausbau der Sammlung im Rahmen des "Wiener Tramwaymuseum" (WTM)
mitzuarbeiten, und stellten in dieser Verfügung nochmals den faktischen Bestand des
"Wiener Tramwaymuseums" als offizielle Sammlung fest (siehe Faksimile).

Die vereinsrechtliche
Übernahme fand am 12. März 1974 im Beisein vom Amtsführenden Stadtrat für die Wiener
Stadtwerke Franz Nekula, eines Vertreters des Kulturamtes der Stadt
Wien und aller Direktoren der Wiener Verkehrsbetriebe statt. Mit
diesem Tag gingen alle bisher mit der Arbeitsgruppe des Museums geschlossenen
Rechtsbeziehungen auf den Verein „Wiener Tramwaymuseum“ über. Der Gründer
der Sammlung und langjähriger Chef des Wiener Tramwaymuseum, Ing. Helmut
Portele, wurde von den bei der Sitzung anwesenden Proponenten und Vertretern
der offiziellen Stellen in logischer Folge zur Entstehungsgeschichte der
Sammlung einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, womit seine schon vorher
den Wiener Verkehrsbetrieben gegenüber innegehabte Funktion als Leiter des WTM
bestätigt wurde.
Gleichzeitig wurde vom Vorstand des WTM
dem VEF - im Interesse der VEF-Mitglieder - vertraglich Sonderkonditionen bei der
Durchführung von verbandseigenen Sonderfahrten mit allen betriebsbereiten Fahrzeugen des
WTM angeboten, was auch bei allen diesbezüglichen Veranstaltungen stets einvernehmlich
geschah.
Der Betrieb des
„Wiener Tramwaymuseums“ (WTM )
In der seither
weitergeführten Aufbauarbeit wurden zehntausende Arbeitsstunden für die Erhaltung der
vorhandenen Fahrzeuge (Rekonstruktions- und Ausbesserungsarbeiten, Revisionen, Reparaturen
etc.) geleistet und im Rahmen der statutarischen Zielsetzungen des WTM weitere Fahrzeuge,
Ersatzteile und dazugehörige Dokumentationen für die Sammlung gesichert.

Der ehemalige Ausflugswagen
2003(Baujahr 1909) während und nach der Rekonstruktion durch das
WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der Triebwagen G2
2051 (Baujahr 1907) vor und nach der Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der
Triebwagen H 2215 (Baujahr 1910) während und nach der Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der Triebwagen K 2380
(Baujahr 1912) während und nach der Rekonstruktion durch das
WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der Beiwagen d2
5064 (Baujahr 1901/Umbau 1924) vor und nach der Rekonstruktion durch das
WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der Sommer-Winterbeiwagen u2
3832 (Baujahr 1911) während & nach der Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der Beiwagen k2
3487 (Baujahr 1913) vor und nach der Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der
Stadtbahnbeiwagen n 5538 vor (als Gerüstwagen nl 7706) & nach der
Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum. |

Der Einrichtungstriebwagen
Type T2 Nr. 432 vor und nach der Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum. (1983) |
Die 1966 zur Erhaltung beschlossenen
Fahrzeuge konnten nach und nach in ihren Ursprungszustand gebracht werden um so die
Entwicklung des Wagenparks zu zeigen. Zwar waren damals eine wesentlich größere Anzahl
von Fahrzeugen für das Tramwaymuseum vorgesehen, welche jedoch durch verschiedene
Umstände im Laufe der Zeit verloren gingen.

Der Stadtbahntriebwagen N 2706
als NL 6213 vor der Rekonstruktion durch
das WTM - Wiener
Tramwaymuseum
bei
der WLB als Ersatzteilspender abgestellt. Daneben der auch für die Sammlung gerettete D1
314 als WLB 02. Der rekonstruierte Dreiwagenzug N 2706 mit n 5527 und N 2703 bei
einer nächtlichen Probefahrt in der betriebslosen Zeit in Rodaun. Der N 2703 und der n
5527 (zuletzt auch WLB) mussten leider wegen Platzmangel
ausgeschieden werden. |

Für die Sammlung leider
verloren gegangener, vom
WTM
- Wiener
Tramwaymuseum
rekonstruierter,
Stadtbahnzug für den Straßenbahnbetrieb N 2703 - Baujahr 1925 - mit den n1 Beiwagen
5778 und 5779 - Baujahr 1926, bei einer Sonderfahrt im April 1980. Die Wagen
mussten im Jahre 1982 über Anordnung „wegen Platzmangels im Netz der Wiener
Verkehrsbetriebe“ ausgeschieden werden. |
Zur Rekonstruktion, Wartung und
Erhaltung Jahrzehnte alter Unikate wurden vom
WTM - Wiener Tramwaymuseum
unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet, Einheimische und Besucher der Stadt
Wien seit 1973 bei regelmäßigen (jeden Sonntag "Rund um
Wien" bis 1985) und individuellen Tramway-Stadtrundfahrten geführt und
Zehntausende Interessenten bei Führungen im Museum betreut. Die Sammlung ist seit
dem
25. November 1972 bis 16. Februar 1986 im Betriebsbahnhof Ottakring - kurze Zeit
auch
im Bahnhof Koppreiter und Rudolfsheim - regelmäßig im Zuge von
Führungen öffentlich zugänglich.
Bereits im Jahre 1976 wurde zwischen den Wiener
Stadtwerken und dem inzwischen gegründeten Verein „Wiener Tramwaymuseum“ (WTM)
ein Kauf- und Optionsvertrag über alle in der näheren Zukunft für die Sammlung zu
erhaltenden Fahrzeuge der Wiener Verkehrsbetriebe abgeschlossen und damit
154 Fahrzeuge
vertraglich gesichert werden. Davon gingen leider viele Wagen durch verschiedene Umstände
verloren.
Das Hauptproblem seit Gründung der Sammlung war
aber der
permanente Platzmangel in den Ausstellungshallen.
Außerdem gibt es, bedingt durch die Entstehungsgeschichte
der Sammlung, auch vier Eigentümer: das "Österreichischen Eisenbahnmuseum" der
ÖBB mit drei Fahrzeugen und die privaten Vereine "Interessengemeinschaft
Museumstramway" (IGMT) mit einem Fahrzeug, "Verband der Eisenbahnfreunde" (VEF)
mit 12 Wagen und "Wiener
Tramwaymuseum" (WTM) mit dem Großteil, nämlich 71, der 98
Straßenbahn-Ausstellungsfahrzeugen, sowie die Wiener Verkehrsbetriebe mit 10 Schienenfahrzeugen und allen Autobussen (siehe Gesamtliste der Ausstellungsfahrzeuge).
Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Wiener
Verkehrsbetrieben und den zu einer Betriebsgemeinschaft zusammengeschlossenen Vereinen WTM und VEF, konnte schließlich ein
neues Übereinkommen für die
Zusammenarbeit, den weiteren Ausbau der Sammlung in dem damals zur Auflassung bestimmten
Betriebsbahnhof Erdberg und dem Einsatz von historischen Straßenbahnwagen bei
Sonderfahrten für den Wien-Tourismus, abgeschlossen werden.
Im Jahre 1986 übersiedelte dann ein Teil der
Sammlung vorerst in eine Halle des Betriebsbahnhofes Erdberg und wurde, unter
der Leitung der Wiener Verkehrsbetriebe, als „Wiener Straßenbahnmuseum“
am 31. Mai 1986 eröffnet.
Schließlich konnte - nach Auflassung des Betriebsbahnhofes am 6. Jänner 1990
- im Jahre 1992 die Ausstellung
samt dazuhörendender Einrichtungen und das gesamte WTM-Ersatzteillager auf das gesamte Areal der
ehemaligen Straßenbahnremise ausgedehnt und am 13. Juni 1992
eröffnet werden.
Damit war endlich - 26 Jahre nach der
Gründung der Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“ - der würdige Rahmen mit genug
Platz für eine der vollständigsten und interessantesten Sammlung zur Geschichte
der öffentlichen Verkehrsmittel einer Stadt geschaffen.
„Rund um Wien“
Tramway-Stadtrundfahrten
Wegen der immer
größer werdenden Beliebtheit der Straßenbahn und um den Besuchern die
Sehenswürdigkeiten Wiens zeigen zu können, wurden in den Jahren 1907 bis 1914
Stadtrundfahrten mit besonders hiefür gebauten „Exkursions-
und Ausflugswagen“,
auch „Salonwagen“ genannt, durchgeführt. Das Interesse an diesen Sonderfahrten
war so groß, dass man nicht weniger als
sieben Triebwagen und fünf gleich aussehende
Beiwagen dieser Sondertype beschaffte und zwei weitere Wagen für diese Fahrten
adaptierte. Der Erste Weltkrieg setzte diesen Tramway-Stadtrundfahrten
„Rund um Wien“ ein jähes Ende.
Erst im Jahre 1973
wurde diese einzigartige Tourismus-Attraktion durch das Wiener Tramwaymuseum
wieder aufgenommen. Als erfreuliche Renaissance der schon in der "guten, alten
Zeit" der Donaumonarchie veranstalteten „Salonwagen“-Stadtrundfahrten,
fuhr ein
historischer Straßenbahnzug aus dem Wiener Tramwaymuseum jeden Sonntag von Anfang Mai bis
Ende Oktober vom Karlsplatz zum Schloss Belvedere (Führung durch den Park), über die
Wiener Ringstraße, in den Prater (Führung mit Riesenrad, Liliputbahn und
Vergnügungspark), zum Schloss Schönbrunn (mit Kurz-Führung) und zurück über Mariahilferstraße und Stiftsgasse zum Karlsplatz.
Ein geprüfter Fremdenführer
informierte über alle interessanten Bauwerke entlang der Fahrtroute und erzählte auch
sonst noch Wissenswertes „Rund um Wien“.

Offizielle
Eröffnungsfahrt der WTM-Tramway-Stadtrundfahrten „Rund um Wien" mit
Bürgermeister Felix Slavik, Vizebürgermeisterin Gertrude Fröhlich-Sandner und Stadtrat
Franz Nekula am 20. Mai 1973, nachdem
bereits eine Woche vorher, am 13. Mai 1973, eine spezielle Pressefahrt für die
Fotoreporter stattfand.
Anfangs wurden diese Fahrten mit dem
ehemaligen Ausflugswagen Nr. 2101 mit nahezu in Originalzustand rekonstruiertem Innenraum
mit Original-Korbstühlen und zwei Beiwagen der Type d2 Nr. 5032 und 5064
durchgeführt, da "normale" Altwagen noch zu unattraktiv gewesen wären. Später
wurden zur Schonung der Einrichtung des Salonwagens die Wagen Type Gaw Nr.2003,
Type H Nr.
2215 mit Beiwagen Type u2 Nr. 3832 und dem vom WTM rekonstruierten K
2380 (alle noch ohne Schienenbremse) eingesetzt
und schließlich bis zur Übernahme dieser planmäßigen Stadtrundfahrten durch die Wiener
Verkehrsbetriebe die Garnitur Type K Nr. 2319 (Baujahr 1912) mit dem k5 Nr.
3965 (mit Schienenbremse).
Diese Stadtrundfahrten
„Rund um Wien“ wurden
bis
1985 durch die Sammlung "WTM - Wiener Tramwaymuseum" durchgeführt und waren sehr erfolgreich. Das Presse-Echo in der ganzen Welt war groß und wir
konnten auch viele Gäste aus Australien, Japan, Kanada und den USA bei unseren
Tramway-Stadtrundfahrten begrüßen.
1985 mussten
diese regelmäßigen Sonderfahrten
dann an
die Wiener Verkehrsbetriebe abgegeben werden, welche diese Fahrten als
"Oldtimerfahrten" nun mit eigens dafür adaptierten
Zweiwagenzügen der Typen M+m3 (mit Kühlschrank, Stereoanlage etc.)
durchführen.
Sondereinsätze
des WTM
& individuelle Tramway-Sonderfahrten
Zehntausende Besucher aus dem In- und
Ausland im Museum, die international für den Wiener Tourismus zum festen Bestandteil
gewordenen Tramway-Stadtrundfahrten und Sonderfahrten und die stets ohne Anstand
gebliebene Betriebsführung zeigen, das die Organisationsform des WTM den Anforderungen
und selbst gesetzten Zielen entspricht.
In diesem Zusammenhang darf darauf
hingewiesen werden, da ss es immer das Bestreben des WTM war und ist, neben seinen musealen
Funktionen ehrenamtlich, kostenlos und engagiert zu einem positiven Image der
Wiener Verkehrsbetriebe und darüber hinaus, durch seine Sonderfahrten für
den Tourismus, der Stadt Wien beizutragen.
Dafür können zahlreiche Einsätze des
WTM bei offiziellen Anlässen, vom „Tag der Stadtwerke“ und
„100 Jahre Wiener Tramway“, Rathaus- und Gewista-Ausstellung, Bezirksjubiläen,
Eröffnungen von kommunalen Einrichtungen, U-Bahn- und
Straßenbahnstrecken, „75 Jahre Städtische Straßenbahnen“,
„Tag
der offenen Tür“, der jährliche „Wiener Tramwaytag“
seit 1985, bis hin zum offiziellen Wien-Werbefilm sowie Stadtrundfahrten für
ausländische Verkehrsunternehmen und Besucher, welche von der Stadt Wien eingeladen
waren, sprechen.

Der
Beiwagen d2 5019 während und nach der Rekonstruktion durch das
WTM - Wiener
Tramwaymuseum bei der GEWISTA-Ausstellung „50 Jahre GEWISTA“ im Jahre
1971 am Wiener Rathausplatz. |

Stadtbahntriebwagen
Type Nr. 2706 - Baujahr 1925 - als Linie 18G (Heiligenstadt - Süd- und Ostbahnhof) und
Dampftramwayanhänger Nr.72 der Dampftramway Krauss & Comp. - Baujahr 1886 - beim
Festzug „75 Jahre Städtische Straßenbahnen“ im Jahre 1978. |

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Der als Pferdebahnwagen Nr. 340 adaptierte
Beiwagen Type s2 Nr.1504 und der Beiwagen Type u2 Nr. 3832 beim
nächtlichen Transport auf ÖBB-Straßenroller zum „Tag der offenen Tür“ im
Rathaus im Jahre 1983. |

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In den Zustand des 2. Weltkriegs mit
Luftschutzverdunklung vom WTM - Wiener Tramwaymuseum
rekonstruierter Triebwagen Type H1 Nr.
2260 beim Transport zur Ausstellung der Arbeiterkammer am Wiener Messegelände (linkes
Bild). Triebwagen Type G Nr. 777 Baujahr 1900 (ausgeliefert am 28.12.1900) mit Beiwagen
Type u2 3832 des WTM bei der Eröffnung der Straßenbahnlinie 64 - jetzt U6 -
nach Siebenhirten (rechtes Bild). |
Jeder, mit dem das WTM bei der Verfolgung
seiner satzungsmäßigen Aufgaben zusammentrifft, ist der erfreulichen Ansicht,
die Sammlung
Wiener Tramwaymuseum und die WTM-Tramway-Sonderfahrten
Wiener Attraktionen sind, die kaum irgendwo Konkurrenz haben. Das beweist auch die
ständig steigende Zahl der Besucher aus Übersee und die Aufnahme der WTM-Tramway-Sonderfahrten
in die internationalen Reisekataloge.
Was das Verhältnis zum Linienbetrieb der
Wiener Verkehrsbetriebe betrifft, so wird stets Wert auf maximale Information,
größtmögliche Rücksichtnahme, Nichtbeeinträchtigung und reibungsloses Einvernehmen
gelegt. Das wird auch durch die kollegiale, ja teilweise freundschaftliche Zusammenarbeit
bestätigt.
So sind die WTM-Tramway-Sonderfahrten
mit seinen historischen Straßenbahnzügen heute aus Wiens Straßenbild
nicht mehr wegzudenken und bilden mit den historischen Bauten
ein Ensemble, wie es die meisten nur aus einem Geschichtsbuch kennen.
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